Six Sigma

Kluge Prozessoptimierung mit Six Sigma

Ob Kostensenkungsdruck, Umsatz- und Nachfrageeinbrüche oder der Zusammenbruch von Lieferketten: Wer Krisen auch als Chance sieht, kann in eine erfolgreiche Zukunft investieren. Mit Six Sigma gelingt es, bestehende Prozesse langfristig zu optimieren und so die Verschwendung von Zeit und Kosten zu reduzieren, die Liquidität zu bewahren und mit Schnelligkeit, Pünktlichkeit und Qualität am Kunden zu punkten.

Oliver Dragoun

Six Sigma ist eine Methode, die ursprünglich aus dem Qualitätsmanagement stammt. Der Pionier zu diesem Vorgehensmodell ist Motorola, welches 1987 Six Sigma als strategische Initiative einführte. Six Sigma ist ein kundengetriebenes, systematisches Vorgehen mit klaren Zielen und Verantwortlichkeiten. Die Zielsetzung dieses Verfahrens ist es, einen möglichst fehlerfreien und am Kunden ausgerichteten Prozess zu designen.

Der Begriff Sigma steht für eine statistische Maßeinheit. Damit ist gemeint, wie viele Fehler pro Prozessdurchlauf auftreten. „Six Sigma“ bedeutet, dass der Prozess nahezu fehlerfrei arbeitet. Konkret treten bei diesen Sigma Niveau 3,4 Fehler pro 1 Million Fehlermöglichkeiten auf.

Basierend auf den internationalen Standards der ISO 16949 und der ISO9000ff, in denen die Anforderungen „WAS umgesetzt werden muss“ definiert sind, versucht Six Sigma den Weg „Wie dies erfolgen kann“ zu beschreiben. Es ist somit eine Prozessoptimierungsmethode.

Six Sigma-Initiativen werden immer in Form von Optimierungsprojekten mit den wesentlichsten Projektmanagement-Methoden durchgeführt. Die Durchlaufzeit für ein solches Optimierungsprojekt liegt bei ca. 3-6 Monaten.

Basierend auf der Analyse des Ist-Prozesses werden wesentliche Informationen, wie Fehlermöglichkeiten und Prozesskennzahlen erhoben und in einer statistischen Analyse transparent gemacht. Die Methode ist sehr stark Zahlen-, Daten- und Fakten-orientiert.

Six Sigma Vorgehensmodell

Das Vorgehensmodell von Six Sigma beinhaltet 5 wesentliche Elemente, die in einem ablauforientierten Projektstrukturplan als Phasen dargestellt werden. Diese Kernelemente muss ein Projektleiter eines Six Sigma-Projektes mit seinem Team durchlaufen.

PMCC Grafik Phasen Six Sigma Projekt

Phasen eines Six-Sigma-Projektes

1. Define

„Define“ beantwortet die Frage: „Was ist das Problem“. In dieser Phase werden die Rahmenbedingungen geklärt.

Es geht hier um folgende Tätigkeiten …

  • Beschreibung des Projektzieles
  • Ermittlung der Kundenanforderungen
  • Beschreibung des Ist-Zustandes
  • Erstellung eines groben Bildes des zu verbessernden Prozesses

Eingesetzte Werkzeuge in dieser Phase sind:

  • Bildkartenmethode für die Darstellung des Prozesses
  • SIPOC-Modell für die Darstellung des Prozesses
  • Projektmanagement Methoden (Projektstrukturplan, Balkenplan) für die Planung des Optimierungsprojektes

2. Measure

„Measure“ beantwortet die Frage: „Wie groß ist das zu beseitigende Problem?“ Ziel dieser Phase ist es, die relevanten Fehler zu verstehen.

Es geht hier um folgende Tätigkeiten …

  • Abschätzung der Fehlerursachen
  • Ermittlung der Messgrößen der Fehlerursachen
  • Messung mit Hilfe der Statistik
  • Ermittlung der Ist-Situation in Bezug auf die Messgrößen

Eingesetzte Werkzeuge in dieser Phase sind:

  • Messsystemfähigkeitsanalyse
  • Pareto-Analyse
  • Prozessfähigkeitsuntersuchung

3. Analyze

„Analyze“ beantwortet die Frage: „Was sind die Hauptursache für das Problem?“ Ziel dieser Phase ist es, die Ursachen für das Problem zu ermitteln.

Es geht hier um folgende Tätigkeiten …

  • Ermittlung der Ursache des Problems
  • Ermittlung der wichtigsten Einflussfaktoren
  • Analyse möglicher Abhängigkeiten zwischen den Einflussfaktoren

Eingesetzte Werkzeuge in dieser Phase sind:

  • Ishikawa-Diagramm
  • Korrelations- und Regressions-Betrachtung
  • Statistische Versuchsplanung

4. Improve

„Improve“ beantwortet die Frage: „Kann man eine Lösung entwickeln?“ Ziel dieser Phase ist es, die Lösung für das Problem zu generieren.

Es geht hier um folgende Tätigkeiten …

  • Entwicklung und Auswahl von geeigneten Lösungen für das Problem
  • Implementierung der Verbesserungsmaßnahmen
  • Verfeinerung und Prüfung der Lösungen

Eingesetzte Werkzeuge in dieser Phase sind:

  • Kreativitätstechniken wie Mind-Mapping
  • Fehler-Möglichkeits-Einfluss-Analyse (FMEA)
  • Statistische Versuchsplanung

5. Control

„Control“ beantwortet die Frage: „Wie kann die Implementierung der Verbesserung sichergestellt werden?“ Ziel dieser Phase ist es, die Lösung für das Problem fest im Prozess zu verankern.

Es geht hier um folgende Tätigkeiten …

  • Aufsetzen eines Prozess-Controllings
  • Dokumentation der Prozessverbesserung
  • Überwachung des Prozesses

Eingesetzte Werkzeuge in dieser Phase sind:

  • Schulungen
  • Prozessregelkarte
  • Prozessdarstellungen
PMCC Grafik Six Sigma Vorgehensmodell

Six Sigma Vorgehensmodell

Six Sigma Rollen

Die typischen Six Sigma Rollen basieren auf dem Gürtelsystem des Kampfsports und sind folgendermaßen definiert:

  • Champion:
    Sind oft Führungskräfte und die zentralen Know-how-Träger, wenn es um die Methode Six Sigma geht. Ziele des Optimierungsprojektes werden von einem Champion vorgegeben. Das kann eine Einsparung in gewisser Höhe sein oder eine Reduktion der Durchlaufzeit.
  • Master Black Belt:
    Der Master Black Belt ist von seiner Qualifikation dem Black Belt gleichzusetzen, ist aber auch als Six Sigma Coach für Black Belts und Green Belts im Einsatz.
  • Black Belt:
    In der Rolle der Black Belts sind potenzielle Führungskräfte unterwegs, die Six Sigma Initiativen leiten und coachen.
  • Green Belt:
    Die Rolle der Green Belts wird aus Personen des mittleren Managements besetzt und wendet die Werkzeuge und Methoden von Six Sigma an.
  • White Belt:
    Die Rolle White Belt wird für Personen, die in Six Sigma Initiativen mitwirken, aber keine Führungsaufgabe wahrnehmen, vergeben.
PMCC Grafik Six Sigma Rollen

Six Sigma Rollen

Ergebnisse aus Prozessmanagement-Sicht

Six Sigma ist ein erfolgreiches Prozess-Optimierungsverfahren, das in einem geeigneten Umfeld sehr gute Ergebnisse liefern kann. Die Grundvoraussetzung ist, dass eine gute Datenbasis zu dem betrachteten Prozess vorhanden ist. Mit Vorsicht ist das gesamte Thema Akzeptanz bei relevanten Stakeholdern, wie Mitarbeitern und Kunden, zu sehen, da sehr spezialisierte und teilweise komplizierte Methoden eingesetzt werden.

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